Rendite und Sicherheit? Tagesgeldkonto!

Gastbeitrag von Finanzexperte David Reisner

Euro-Krise und Rezession, Schuldenberge und Staatspleite: Das Jahr 2011 war wahrlich kein Zuckerschlecken. Die schlechten Nachrichten zur Wirtschaftslage und zur finanziellen Situation der Euro-Staaten überschlugen sich, Experten diskutierten über das Ende des Euros. Kein Wunder, dass sich immer mehr Menschen fragen: Ist mein Vermögen auch sicher? Wie soll ich mein Geld anlegen?

Die Inflation „frisst“ die Spareinlagen

Laut Statistik sind es immer noch mehr als die Hälfte der Bundesbürger, die ihr Erspartes jeden Monat auf das klassische Sparbuch legen. Zurzeit liegen die Zinsen für das Guthaben auf dem konventionellen Sparbüchlein, je nach Bank, zwischen 0,3 und 0,9 Prozent. Was bedeutet das für mein Vermögen? Da die Inflation mit 2,4 % in den letzten Monaten recht hoch war, verliert das ersparte Geld, welches auf dem Bankkonto geparkt ist, an Wert - die Inflation „frisst“ die Spareinlagen.

Alternative: Tagesgeldkonto eröffnen

Wer der Entwertung seines Geldes nicht tatenlos zusehen möchte, sich aber vor Investitionen in riskantere Fonds oder Wertpapiere scheut,  der hat die Möglichkeit, sein Erspartes auf einem Tagesgeldkonto anzulegen. Inzwischen bieten vor allem Direktbanken sehr attraktive Konditionen für das Tagesgeldkonto.  Die Kontoführung und die Kontoeröffnung sind bei fast allen Direktbanken kostenlos. Ein Tagesgeldkonto kann ganz einfach und schnell online eröffnet werden. Bei den meisten Tagesgeldkonten ist kein Mindestbetrag erforderlich. Das Konto wird ganz bequem online gemanagt – damit hat man seinen Vermögenszuwachs und die Zinserträge immer und überall im Blick. 

Tipp: Nutzen Sie einen aktuellen Tagesgeld Vergleich der Angebote und Zinsen, um aus der großen Auswahl an unterschiedlichen Tagesgeldkonten ein Tagesgeldangebot mit hoher Rendite zu finden. Den Vergleich auch dann durchzuführen wenn Sie schon über ein Tagesgeldkonto verfügen ist ebenfalls sinnvoll, da sich die Zinsen oft ändern und dann ein Wechsel zu einem besser verzinsten Angebot sinnvoll und einfach durchführbar ist.

Täglich verfügbar und trotzdem rentabel

Die Vorteile eines Tagesgeldkontos liegen klar auf der Hand: Ganz wie beim Sparbuch kann man über die eingelegte Geldsumme jederzeit verfügen. Es gibt keine Kündigungsfristen – das Geld ist also nicht „fest“ angelegt, wie etwa bei Fonds oder Festgeldanlagen. Trotzdem erhält man einen weit höheren Zinssatz für den eingelegten Betrag. Zurzeit liegen die Zinsen zwischen 1,3 % und 2,75 % p.a. Dadurch ist es möglich, der Inflation ein Schnäppchen zu schlagen und trotzdem kann man, falls eine Notlage eintritt, sein Erspartes ohne Abschläge einfach abheben.
Die Ein- und Auszahlungen erfolgen über ein Referenzkonto, also über das Girokonto, das der Kontoinhaber für seine alltäglichen Zahlungen führt. Dabei müssen Tagesgeld- und Girokonto nicht bei derselben Bank geführt werden.

Der Zinssatz

Der wohl wichtigste Faktor, der bei der Eröffnung eines Tagesgeldkontos beachtet werden muss, ist der Zinssatz. Dieser ist von Bank zu Bank recht unterschiedlich. Momentan liegen die Zinsen, wie bereits erwähnt, zwischen 1,3 % und 1,75 % p.a. Der Marktführer in diesem Bereich ist aktuell die Direktbank einer niederländischen Bank und die DAB-Bank. moneyou und DAB bezahlen zurzeit den Spitzenzins von 2,75 Prozent p.a. Als Direktbank wird eine Bank bezeichnet, die hauptsächlich im Internet operiert. Die Kunden managen dabei ihr Konto bequem online von zu Hause aus. Viele Direktbanken, wie beispielsweise die wüstenrot direct, sind Tochterfirmen von großen Universalbanken wie der Wüstenrot oder der Sparkassen.
Der Zinssatz ist üblicherweise variabel. Das bedeutet, dass die Bank, je nach allgemeiner Wirtschaftslage, die Zinsen senken oder erhöhen kann. Einige Banken bieten eine Zinsgarantie von sechs oder neun Monaten. Dadurch hat der Kunde den Vorteil, dass er seinen Vermögenszuwachs über einen längeren Zeitraum genau planen kann. Man sollte sich, bevor man sich für eine Bank entscheidet, nicht nur den Zinssatz für Neukunden, sondern auch den für Bestandskunden anschauen.  Dieser sollte natürlich so hoch wie möglich sein.

Die Zinsgutschrift

Auch die Zinsausschüttung ist von Bank zu Bank unterschiedlich. Grundsätzlich gilt: Je öfter die Zinsen gutgeschrieben werden, umso besser für den Kontoinhaber. Denn wenn die Zinsen jeden Monat auf dem Tagesgeldkonto landen, werden diese im nächsten Monat wieder mitverzinst usw. Üblich sind entweder eine vierteljährliche oder eine jährliche Zinsgutschrift.

Die Betragsbegrenzung

Oft wird der Spitzenzinssatz, mit dem die Bank wirbt, nur bis zu einer bestimmten Betragsgrenze ausbezahlt. Man sollte sich also bereits im Vorfeld überlegen, welche Summe man ungefähr auf das Konto einlegen möchte. So kann man sich die Direktbank mit der idealen Betragsbegrenzung herauspicken. Die Grenze liegt meist bei 20.000, 50.000 oder 100.000 Euro – Summen die höher sind, werden nur mehr mit einem geringeren Prozentsatz verzinst.

Die Einlagensicherung

Seit dem 31. Dezember 2010 gilt in allen EU-Staaten eine gesetzlich vorgeschriebene Einlagensicherung von 100.000 Euro pro Kunde. Damit sind die Einlagen jedes einzelnen Tagesgeldkonto-Inhabers bis zu einer maximalen Höhe von 100.000 Euro geschützt. Konkret bedeutet dies, dass der Staat und die Bank dem Kunden garantieren, dass er im Falle einer Insolvenz auf jeden Fall 100.000 Euro bekommt. Alle Banken in EU-Mitgliedsländern sind an diese gesetzliche Sicherung angeschlossen. Darüber hinaus sind viele deutsche Direktbanken freiwillige Mitglieder im Einlagensicherungsfonds deutscher Banken e.V. Durch diese Mitgliedschaft sind die meisten Kunden über die 100.000 Euro hinaus abgesichert – die Höhe der Absicherung hängt dabei mit der Eigenkapitalquote der Bank zusammen. Auf der Webseite der jeweiligen Bank findet man die konkreten Informationen dazu. Hüten sollte man sich vor Tagesgeldkonten von Banken, die nicht in den EU-Mitgliedstaaten beheimatet sind.

Die derzeitigen Tagesgeld-Sieger: moneyou und DAB

Zurzeit bezahlt die niederländische Direktbank moneyou und die Direktbank der HypoVereinsbank, die DAB, den besten Zinssatz, der in Deutschland im Bereich Tagesgeldkonten zu haben ist. Bei beiden Banken erwirtschaftet das eingelegte Kapital 2,75 % Zinsen p.a. Während die DAB bis zu einem Höchstbetrag von 20.000 Euro 2,75 % Zinsen bezahlt, erhält man bei moneyou den Spitzenzinssatz für Beträge in jeglicher Höhe – ohne Begrenzung.

Die Vorteile des DAB-Tagesgeldkontos sind der hohe Zinssatz, die quartalsweise Zinsgutschrift, die lange Zinsgarantie bis zum 30.09.2012 und die hohe Einlagensicherung von über 32 Millionen Euro pro Kunde. Besonders geeignet ist das DAB-Konto auch für jene, die gerne in den Online-Wertpapierhandel einsteigen möchten: Ein online-Depot gibt es zum Tagesgeldkonto kostenlos dazu.
Die Direktbank moneyou gehört zur niederländischen ABN AMRO Bank N.V., die zu 100 % dem niederländischen Staat gehört. Seit 2011 bietet sie auch auf dem deutschen Markt Finanzprodukte an. Neben dem hohen Zinssatz sind die vierteljährliche Zinsausschüttung, der fehlende Höchsteinlagebetrag, das übersichtliche Online-Banking und die kostenlosen, praktischen Apps für das Mobiltelefon die größten Pluspunkte von moneyou. Die Einlagensicherung beträgt 100.000 Euro.

Teilen auf Facebook

Mit diesem Newsletter kannst Du bares Geld sparen!

Ich bin dabei!
Kein Spam. Keine Weitergabe von Daten. Jederzeit abmelden.

Artikel Update am 06.02.2014 | Thema: Tagesgeld für Einsteiger