Lichtblick für Sparer: Tagesgeldzinsen steigen wieder

Endlich reagieren die ersten Banken auf den kürzlich angehobenen Leitzinssatz der Europäischen Zentralbank. Uns erreichten diese Woche drei Meldungen, nach denen auch die Zinsen für das beliebte Tagesgeld langsam nach oben gehen. Mit dabei: Die Bank of Scotland, die ING DiBa und die 1822direkt. Hier sind die Details.

Den Anfang machten zu Beginn dieser Woche die Banker der Frankfurter Direktsparkasse 1822direkt. Das Angebot: Wer als Neukunde das Girokonto "GiroAll" und dazu gleich ein Tagesgeldkonto eröffnet, erhält für 6 Monate garantiert 2,50 % Zinsen. Und zwar auf Einlagen bis zu einer Höhe von 30.000 Euro. Die Aktion läuft ohne Frist bis auf Widerruf. Damit übernimmt die 1822direkt vorläufig die Spitzenposition im Tagesgeldkonto-Vergleich.

Tagesgeldkonto nur im Verbund mit Girokonto

Leider ist dieses Tagesgeldkonto nicht separat erhältlich. Aus diesem Grunde gehen wir kurz auf die Kontodetails zum GiroAll Girokonto ein. Im Unterschied zum komplett kostenfreien GiroSkyline Konto der selben Bank gibt es das GiroAll erst ab einem monatlichen Gehaltseingang von mindestens 1200 Euro ohne Kontoführungsgebühren. Landet weniger Gehalt auf dem Konto, kostet es 3,90 Euro monatlich. Bargeld ohne Gebühren gibt es an den 25.000 Automaten der Sparkassen und in teilnehmenden REWE-Supermärkten. Besonderheit: Hebt man bei REWE mindestens 50 Euro vom GiroAll-Konto ab, gibt es 50 Cent Bonus aufs Konto. Sehr pfiffig. Mit der Kreditkarte gibt's Bargeld sogar europaweit kostenfrei.

Auch diese Banken erhöhen die Tagesgeldzinsen

Als zweite Bank erhöht auch der Tagesgeldspezialist Bank of Scotland die Zinsen auf nunmehr 2,30 Prozent. Diese Erhöhung dürfte als direkte Reaktion auf das Angebot der 1822direkt erfolgen. Den Kunden freut das, zumal es hier noch schöne 30 Euro Startkapital gibt. Unabhängig von der Höhe der Einlage.

Von dieser Erhöhung der Tagesgeldzinsen profitieren übrigens auch alle Bestandskunden, was ein gutes Licht auf die Politik der Bank of Scotland wirft. Das gleiche gilt für das oben erwähnte dritte Angebot im Bunde: Die ING DiBa erhöht für alle Kunden den Tagesgeldzins von 1,30 auf 1,50 Prozent. Neukunden erhalten weiterhin 2,00 Prozent Zinsen.

Nachtrag: Und es geht weiter, denn eben wurde auch von der Norisbank eine Zinserhöhung verkündet. Der Tagesgeldzinssatz steigt mit sofortiger Wirkung auf 2,11%. 

Fazit: Bessere Zeiten für Sparer

Für Geldsparer brechen endlich etwas bessere Zeiten an. Mit einem Zinssatz von 2,50%, der zudem für 6 Monate ab Kontoeröffnung garantiert wird, lässt sich die Inflationsrate wieder gut ausgleichen. Das ist bislang nur mit dem Konto der Bank of Scotland möglich gewesen. Man darf gespannt sein, wie die anderen Direktbanken reagieren. Erfahrungsgemäß werden die Zinsen schnell dem Marktniveau angeglichen, damit die Bestandskunden nicht abwandern.

Die paradiesischen Zeiten für Kreditnehmer hingegen neigen sich dem Ende zu. Hier sehen wir seit etwa einem halben Jahr eine leichte, aber erkennbare Trendwende hin zu höheren Zinsen. Doch dank neuer Anbieter wie Smava bieten sich auch hier interessante Alternativen zur herkömmlichen Finanzierung über Kreditinstitute.

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Artikel Update am 15.03.2017 | Thema: Endlich bessere Tagesgeldzinsen!