Samstag, 04. Februar 2012

Bunter Strom

Der Strom wird jetzt bunter - dank Google. Mit Videobeitrag!

Es klingt zunächst unwahrscheinlich - die Suchmaschine mit dem lustig bunten Logo will dafür sorgen, daß weniger Strom verbraucht wird? Doch bald schon könnte auch auf Ihrem PC eine Software laufen, die Ihren Stromverbrauch in Echtzeit anzeigt. Google sein Dank...

Bunter Strom

Strom sparen mit Google?

Was auf den ersten Blick absurd klingt ist hinlänglich erwiesen: Schlaue Leute haben vor geraumer Zeit einmal berechnet, daß es unglaubliche Mengen Strom sparen würde, wäre die Website des Suchmaschinenriesen nicht in weiß - sondern in schwarz gehalten. Dann nämlich würden Abermillionen Monitore, die die meistaufgerufene Website der Welt täglich anzeigen, weniger hell strahlen und so auch weniger Energie für die Darstellung verbraten. Ob es den Augen gut täte, sei einmal dahingestellt.

Jetzt aber kommt Google mit einer neuen Initiative in die Schlagzeilen: Man hat eine Software entwickelt, die den Stromverbrauch eines Haushalts in Echtzeit auf dem PC darstellen kann. Noch ist sie nur einer ausgewählten Nutzergruppe zugänglich. Aber es werden schon intensive Gespräche mit den Stromversorgern geführt. Denn man benötigt einen neuen digitalen Stromzähler. Da rotiert dann keine herkömmliche Drehscheibe mehr, sondern der Momentanverbrauch wird digital gemessen. Verbunden mit dem heimischen WLAN oder über ein Zusatzgerät an der Steckdose im Wohnzimmer kann jedes stromverbrauchende Gerät direkt überwacht werden.

Wieviel schluckt der E-Herd wirklich, wenn ich Sonntag morgens die Brötchen aufbacke? Wie viel spare ich, wenn ich die Stereoanlage Nachts komplett vom Netz trenne? Verbraucht mein neuer Wäschetrockner tatsächlich nur die 2,2 kWh, die der Hersteller angibt? Mit der Googlesoftware könnte die Antwort dann nur einen Mausklick entfernt sein.

Wird der Strom also Google-bunter oder ist er vielleicht doch gelb, wie uns eine große Energiefirma vor Jahren Glauben machen wollte? Wir werden sehen. Fakt ist, daß die EU gesetzliche Regelungen vorsieht, nach denen ab 2012 der Verbraucher ein Recht auf mehr Transparenz und eine genaue monatliche Stromabrechnung hat. Endlich!

Digitalstrom auf dem Vormarsch

Welche Möglichkeiten die digitale Überwachung der heimischen Stromverbraucher bieten wird, zeigt auch dieser Videobeitrag des ARD Ratgebers Bauen und Wohnen. Spannend, oder?

veröffentlicht 02.2009 / Ratgeber Geldsparen

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Lesermeinungen zum Artikel

1
Weisser Bildschirm...
geschrieben von Peer am 17.03.2009, 10:25 Uhr
Bin mir nicht sicher, ob das mit dem weissen Googlescreen nicht ein Märchen ist... Ansonsten, schöner Beitrag.
2
Link zum Originalartikel
geschrieben von Anja Gebauer am 17.03.2009, 11:36 Uhr
Hallo, hier ist der Link zum Originalartikel (Google schwarz statt weiß...):
http://ecoiron.blogspot.com/2007/01/black-google-would-save-3000-megawatts.html

Liebe Grüße, Anja.

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